Insel Ruegen, Ostsee

Willkommen auf der Insel Rügen

Die Insel Rügen, Teil des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, bedeckt eine Fläche von 926 km² und ist nur etwa einen Kilometer vom Festland entfernt. Kenner behaupten, dass sie die landschaftliche schönste Insel im Ostseeraum sei. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. Bewaldete Hügel, Steilküstenkliffe, Moore, langgezogene Buchten prägen das Gesicht der Insel.

Rügen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Zahlreiche Hünengräber belegen, dass sie schon in der Jungsteinzeit besiedelt war (3000-1800 v. Chr.). Aus der Zeit vor der Christianisierung sind einige Burgwälle erhalten. Die Insel stand lange unter dänischer und schwedischer Herrschaft. Erst im Ergebnis der Niederlage Napoleons und des Wiener Kongresses fiel sie zusammen mit Vorpommern an das Königreich Preußen. Ihre Blütezeit erlebte die Insel Rügen Ende des 19. Jahrhunderts durch die Entwicklung des Badetourismus. Nur etwa 200 Kilometer von Berlin entfernt, wurde sie zu einem beliebten Reiseziel der Bewohner der damaligen Reichshauptstadt. Nach und nach kamen Besucher aus allen Teilen Deutschlands. Sie erfreut sich auch heute noch ungebrochener Beliebtheit.

Binz, Sellin, Baabe und Göhren zählen zu bekanntesten Ostseebädern. Diese Orte zeichnen sich durch aufwendig gestaltete weiße Holzfassaden der Häuser aus. Beliebt bei Touristen sind die breiten Sandstrände dort an der Ostküste der Insel. Diesen haben auch die Seebäder ihren Ruf als Tourismusmagneten zu verdanken. Binz mit seinem großen Kurhaus und seiner fast 400 Meter langen Seebrücke weist einen besonderen Charme auf. Es ist das bekannteste der Seebäder auf der Insel Rügen. Das Ostseebad Göhren bietet dem Besucher gleich mehrere Museen, zum Beispiel den Museumshof und das Heimatmuseum. Bemerkenswert sind auch die kleinen Fischer- und Bauernhäuser, die ebenfalls besichtigt werden können und Zeugnis ablegen vom Leben der einfachen Inselbewohner.

Nahe Binz liegt das malerische Jagdschloss Granitz aus der Zeit des Klassizismus. Besonders sehenswert ist die Wendeltreppe im Innern des mächtigen Turmes. Der Bauherr, Fürst Malte von Putbus, residierte im Inneren des Landes, in Putbus. Diese kleine Residenzstadt, die auch die "weiße Stadt" genannt wird, ist in ihrer planmäßigen Anlage ein Kleinod deutscher Architektur. Nördlich von Binz, in Prora, hat der Nationalsozialismus unübersehbare Spuren hinterlassen. Im Zuge der Aktion "Kraft durch Freude" sollte hier ein riesiger Ferienkomplex entstehen. Der Krieg machte den hochfliegenden Plänen ein Ende und ließ eine 4,5 km langen Betonbau zurück, dessen zukünftige Nutzung noch immer nicht vollständig gesichert ist. Die größte Stadt Rügens ist Bergen, ebenfalls im Innern der Insel gelegen. Die Kirche Sankt Marien gehört zu den bedeutendsten gotischen Backsteinbauten in Deutschland.

Die Inselbewohner lebten lange vom Fischfang. Das Städtchen Saßnitz im Norden, nicht weit von den berühmten Kreidefelsen entfernt, ist auch heute noch ein Zentrum der Fischverarbeitung. Nach der Wende zunächst zum Sterben verurteilt, konnten sich einige Betriebe in und um Saßnitz erfolgreich weiter entwickeln. Saßnitz ist vielen Touristen vor allem als Fährhafen ein Begriff. Von hier aus verkehren in regelmäßigen Abständen Fähren nach Trelleborg in Schweden sowie nach Dänemark, Russland und Litauen.